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Reise, Teil II: Equipment

Ohne Müll zu reisen ist um einiges leichter, mit dem richtigen Ausstattung. Gerade als Backpacker überlegt man aber schon zweimal, was alles auf dem Rücken landen soll. Um dennoch genügend Plast für die entsprechende Ausrüstung zu schaffen, ist es am einfachsten, ein bisschen Kleidung auszusortieren. Denn erfahrungsgemäß hat man davon sowieso immer zu viel.

Das heiligste Gut ist eine dicht schließende Dose. Der Anwendungsreichtum dieser Dose ist geradezu grenzenlos. Essensreste können damit eingesammelt und aufbewahrt werden, am Straßenmarkt bekommt man seine Leckereien ohne Verpackung, Lunchpakete für Tagesausflüge werden darin verstaut und beim Picknick im Grünen lassen sich sogar ganze Mahlzeiten zubereiten.

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Ausbeute auf dem Tempelfest

Passend dazu ist ein bisschen Werkzeug natürlich nicht verkehrt. Ich habe ein multifunktionales Taschenmesser und eine Löffel-Gabel-Messer-Kombination eingepackt. Beides aber relativ schnell verloren oder zerstört. Mittlerweile führe ich einen wunderschönen Holzlöffel, den ich gefunden habe, eine Gabel, die in einem Restaurant zu viel war ;-P und ein Küchenmesser aus dem Seven-Eleven-Supermarkt mit mir. Da zeigt sich mal wieder, dass die Ausstattung zwar wichtig ist, aber nicht perfekt sein muss. Ein übrig gebliebener Plastiklöffel tut es auch. Oder einfach mal kreativ sein. Eine ausgetrunkene Kokosnuss, lässt sich auch mit einem Stück Schale auskratzen, um an das begehrte Fleisch zu gelangen. Und mit dem berühmten Klebreis, wird das Grundnahrungsmittel zum Fingerfood.

Mein Besteck transportiere ich eingewickelt in einer Stoffserviette. Die hält alles schön beisammen und dient zusätzlich eben auch noch als Servierte. Das ein oder andere Ersatzexemplar ist nicht verkehrt, wenn es mal wilder zur Sache geht. Ob man nun einen Unterschied zwischen Servierten und Taschentücher macht, ist Geschmackssache. Hauptsache man ist auf beides vorbereitet.

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Zero Waste Werkzeug

Im Land der Frucht-Smoothies ist es besonders ratsam den eigenen Mehrweg-Stohhalm mitzubringen. Auf diese leckeren Erfrischungen möchte man nur ungerne verzichten, aber der mitgelieferte Strohhalm ist das wahrscheinlich am schwierigsten zu umgehende Stück Plastik. Selbst eine Verzichtserklärung in Landessprache führt nicht selten ins Leere. Ich habe diesmal leider selbst keinen dabei, aber ich würde drauf wetten, dass der Erfolg garantiert ist, wenn man bei der Bestellung bereits den eigenen Strohhalm auf den Tresen legt.

Gleiches gilt für den Becher. Ich rede mir jedesmal einen Wolf, wenn ich einen Iced Coffee bestelle, um ein Glas zu erhalten und nicht den beliebten Plastikbecher.

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Furchtbarer Coffee to go

Hält man einfach nur seinen Kaffeebecher hin, löst sich die Anstrengung in Luft auf. Ich habe leider keinen dabei, aber wer denkt auch schon an sowas. Immerhin habe ich meinen Zahnputzbecher dabei, den ich schon im letzten Beitrag erwähnt habe.

Für die Flüssigkeitszufuhr kann man eine Trinkflasche mitbringen, oder einfach eine der Billiarden Plastikflaschen wieder auffüllen. Ich habe meine mittlerweile mit Datum versehen, um mich selbst anzuspornen, sie so lange wie möglich beizubehalten. Auch wenn man Anfangs den Eindruck gewinnt, dass man hier sein Wasser nur in kleinen Plastikflaschen bekommt, ist das nicht ganz richtig. Die Menschen die hier Leben füllen ihr Wasser meist aus großen Container ab. Und wenn man sich ein bisschen umschaut, kann man sie überall finden. Die eigene Flasche aufzufüllen wird einem niemand verrsagen. Zumindest in Thailand hat man außerdem noch den Wasserautomaten zum abfüllen.

Und zu guter Letzt kommen die Allzweck-Stoffsäckchen zum Einsatz. Denn auf dem Markt Eingekauftes soll ja nicht durch die Reisetasche fliegen oder passt womöglich gar nicht mehr dort hinein. Außerdem ist es auch schlichtweg einfacher den Sack einfach hin zu halten und auffüllen zu lassen.
Da meine Anzahl an diesen Säckchen begrenzt ist, und sie auch nicht für alles perfekt geeignet sind, bin ich auf den Kauf von ein paar Nüssen in Plastiktütchen eingegangen. Ich werde sie aber als Investition betrachten und wieder verwenden, sobald sie leer sind. Hier macht ja keiner ein Fass auf, wenn etwas nicht dem deutschen Reinheitsgebot entspricht.

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Kraftfutter Cashewkerne

Zum Verschließen von Plastiktüten kann man entweder die Gummis sammeln, die hier haufenweise rumliegen, oder aber man bringt, sich ein paar Verschlüsse mit.

Damit haben wir nun die Grundausstattung aufgelistet. Was man davon tatsächlich mit sich führt hängt natürlich immer von den persönlichen Gewohnheiten ab und von der eigenen Improvisationskunst. Und das ist etwas, was man von den Süd-Ost-Asiaten besonders gut lernen kann. Es geht alles auch irgendwie ohne, wenn man es denn nur will…

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