Eigentlich bin ich ein totaler Messi. Irgendwie habe ich es immer geschafft eine unglaubliche Menge an Zeug anzuhäufen.
Immerhin war der Grund dahinter auch irgendwie im Sinne des Zero Waste, denn mir tat es weh, Dinge wegzuschmeißen, die man ja noch gebrauchen kann. Auch wenn ich schon wusste, dass ich nicht die Person sein werde, die sie je wieder benutzen wird. Damit muss aber jetzt mal Schluss sein. Und jeder der schon mal ordentlich ausgemistet hat, weiß wie befreiend das ist. Ich werde mich also jetzt also befreien, um herauszufinden, was ich eigentlich wirklich brauche. Da mir wegschmeißen aber auch weiterhin Bauchschmerzen bereitet, werde ich mal die Bekannten Plattformen im Internet ausprobieren. Selbstversuch bei Ebay-Kleinanzeigen. Ich bin froh, dass Ebay sein Portal um dieses erweitert hat. Das Handling ist einfach viel simpler, das senkt die Hemmschwelle tatsächlich auch Dinge einzustellen, die nicht viel Geld bringen. Das schönste ist aber die Rubrik verschenken, die ich nun ausreizen werde. Ich fange in der Wohnung an und fotografiere alles was mir abgebenswürdig erscheint und dann geht es weiter auf den Speicher. Hier stapeln sich die Kisten nur so vor Nippes den man irgendwann mal unbedingt braucht.

Karton-voll-stoh

Karton voll Stroh

Kurz danach sind die Sachen online und das E-Mail-Postfach brummt. Der Karton voll Stroh bekommt besonders viel Aufmerksamkeit. Die erste E-Mail lautet folgendermaßen:
Halt ein Streichholz dran 😉
Wenig später hat der Karton aber einen neuen glücklichen Besitzer. Genauso wie die Lawa-Lampe und sogar der alte Ikea-Beistelltisch mit kaputtem Furnier stoßt auf Interesse. Der stolze Erwerber der Murmelsammlung hat mir freudestrahlend einen Blumenstrauß mitgebracht – alleine für solche Momente ist es mir die Arbeit schon wert.
Ich habe erst klein angefangen, aber es ist sehr wahrscheinlich, dass dem Karton voll Stroh noch einige Sachen folgen werden…

UPDATE 21.Oktober 2013

Manche Dinge, die man sein Eigen nennt haben ja durchaus noch einen höheren Wert. Deshalb versuche ich natürlich auch, das ein oder andere zu Geld zu machen. Auf den bekannten Plattformen wie Ebay, Ebay Kleinanzeigen und Kleiderkreisel habe ich mich bisher rumgetrieben. Auf Ebay kommt man schnell zum Ergebnis, der Preis ist aber nicht immer der gewünschte. Auf Ebay Kleinanzeigen kann man dafür auch ohne Gebühr genau den Preis eintragen, den man sich wünscht. Dabei ist aber nicht selten etwas Geduld gefragt. Im Kleiderkreisel bin ich nur ein Teil losgeworden. Das wundert mich auch nicht direkt, da es sich hier um Kleidung handelt. Zum einen ähnelt der Wertverfall von Kleidung dem von Neuwagen, zum anderen kommt es hier sehr stark auf die individuelle Passform an, weshalb ich persönlich hier auch eher nicht kaufen würde.
Letztendlich hat mich die Geduld verlassen und ich habe einen Reiserucksack voll schöner Sachen zum Oxfam Shop gebracht. Hier werden die Sachen verkauft und der Erlös für einen guten Zweck gespendet. Nicht ohne Hemmungen bin ich hingefahren, da ich aus Erzählungen über die kritischen Augen der Annahmestelle bestens informiert wurde. Und was möchte man weniger als mit guten Absichten da zu stehen und zu hören: Was sollen wir denn mit dem Scheiß?!
Nun, meine Befürchtungen haben sich sowas von nicht bestätigt. Ich bin alles losgeworden und bekam sogar noch ein aufrichtiges Dankeschön mit auf den Weg.
Ich denke wenn ich zu Hause bin, wird der nächste Rucksack gefüllt 😉