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Corona: Große Krise, große Chance

Alle reden von Corona, und ich jetzt auch noch. Normalerweise habe ich nicht den Impuls der Massenhysterie etwas hinzuzufügen. Bei dem Thema aber schon. Dafür aber auf die wie gewohnt etwas andere Art. Nämlich vor allem, was der Krise positives abzugewinnen ist. Und einen weiteren Apell, was ihr nun zu tun oder zu lassen habt, werdet ihr von mir ebenfalls nicht lesen. Das überlasse ich anderen.
Gleich vorweg, bedaure ich natürlich jede Seele, die unter der Corona Krise leidet, ganz genauso wie ich es auch bei jeder anderen Krise tue. Und noch mehr bedaure ich all die Flüchtlinge, die jetzt in Flüchtlingscamps zusammengepfercht leben und medial und politisch vergessen werden (Die Möglichkeit Abstand zu halten ist hier bestimmt nicht gegeben). Doch das Negative hören wir häufig genug. Hier ist Zeit für die positiven Seiten, dieser spannenden Zeiten.

Ich kann das vielleicht auch gut schreiben, weil ich nicht zu den Verlierern der Situation gehören Wir sind so breit aufgestellt, dass das Wegbrechen von Vorträgen und Workshops, durch Unverpackt Laden und Onlineshop ausgeglichen werden kann. Die fehlende Kinderbetreuung ist zwar eine Mehrbelastung, aber ich bin dankbar, weiterarbeiten zu dürfen.
Sehr spannend finde ich die Petition für ein Bedinungsloses Grundeinkommen für alle für sechs Monate. (Unbürokratische Soforthilfe für alle, würde tausend Einzelmaßnahmen ersparen. Wer das Geld wirklich nicht braucht, kann es dort hin spenden, wo es gebraucht wird.) Viele die nichts mehr zu tun haben, merken nämlich, dass nichts tun auf Dauer nicht befriedigend ist. Wir tragen gerne zum Wohle der Gesellschaft und unserer Mitmenschen bei. Wir sind gerne tätig und vor allem mit sinnstiftenden Dingen, die wir selbst gewählt haben. Die riesige Welle an selbst organisierten Hilfsmaßnahmen spricht Bände darüber. Es scheint fast so, als hätten die Menschen nur darauf gewartet, endlich etwas sinnvolles und Helfendes tun zu können.

Freizeitbeschäftigungen

Viele Menschen, die gerade nicht arbeiten können, genießen aber auch sehr die viele Zeit die frei wird. Das höre ich selbst von solchen, dessen Existenz bedroht ist. Selbst für diese bedeutet die Entschleunigung des Systems ein erholsames Aufatmen. (So sehr wir auch gerne meckern, bzw. anregen, was man besser machen könnte, dürfen wir nicht vergessen welch ein Glück wir haben, in einen System zu leben, in dem die allermeisten, auch jetzt tatsächlich vor dem schlimmsten bewahrt und beschützt werden.)
Ich sehe so unglaublich viele Menschen im Park (im Rahmen ihrer Coronaverordnungsmöglichkeiten). All diese Menschen, müssen sich nun neue Freizeitbeschäftigungen ausdenken. Kein Shoppen mehr, kein tingeln von einem Café zum nächsten, kein Kino, kein Theater, kein Programm. Wenn kein Konsum mehr möglich ist (bis auf den digitalen), müssen wir wieder lernen mit uns selbst klarzukommen, uns selbst zu genießen, die Schätze der Natur zu genießen. Das gleiche macht jeder einmal durch der sich ganz bewusst entscheidet, weniger zu konsumieren, um wertvolle Ressourcen zu schonen. Es ist keinesfalls selbstverständlich oder einfach. Wir sind teilweise so entfremdet von der Natur, dass es eine richtig krasse Herausforderung wird, sich ihr wieder anzunähern und auf all das „zu verzichten“. Mir ist letztens aufgefallen, dass sich mein Leben gar nicht so sehr verändert hat. Wie schon gesagt, darf ich ja noch arbeiten. Das tue ich aber sowieso nur halbtags und abends wenn der Kleine schläft. Den Rest des Tages verbringen wir so gut es geht draußen in der „Natur“, also in Kölner Parks oder im Schrebergarten und fliegen tun wir sowieso nicht. Nur die Freunde – die vermisse ich. Aber selbst hier ist mir aufgefallen, dass ich oft auf mein Handy lauere, ob sich nicht doch jemand meldet, der sich mit mir verabreden möchte. Jetzt tue ich das nicht. Was auch eine merkwürde Entspannung auslöst. War ich etwa von Freizeitstress betroffen?

Aber was heißt Natur genießen? Was machen wir stattdessen? Anregungen findet ihr in diesen Tagen auf allen Kanälen, die genau dazu Tipps geben. Mir fällt da spontan ein: Joggen oder Yoga lernen (zu beidem braucht man keinerlei Hilfsmittel), Wildkräuter sammeln, feststellen, dass sowas in unserer Welt kaum noch wächst, sich dafür einsetzen, dass mehr Wiesen nicht gemäht werden und Streuobstwiesen entstehen (das geht auch per Mail), Vogelstimmen erkennen lernen, Bäume bestimmen lernen, neue Wege gehen, meditieren, lesen (zum Beispiel „ein Leben ohne Müll“ 😉 Kochen lernen… Am Andrang bei uns im Laden kann man nicht nur erkennen, dass die Leute wohl mehr scheißen als sonst, sondern auch, dass sie mehr backen. Wie schön! Selber machen lernen. Nähen, Flicken, Reparieren. Ok, das hat jetzt nicht alles mit Natur zu tun, aber sind auch sinnvolle Beschäftigungen.
Und natürlich gärtnern. Ich merke, dass wir dem Schrebergarten deutlich mehr Aufmerksamkeit widmen, seit wir keine sozialen Kontakte mehr pflegen. Und gärtnern ist für mich die totale Entspannung. Gerade bei so einem Traumwetter. Wer keinen Garten hat, kann gleich das nächste karge Baumbeet vor seiner Haustüre umgraben und mit Bienenfreundlichen Pflanzen bestücken.
Können wir es schaffen durch diesen Anstoß zu lernen auch dauerhaft weniger Abhängig von Konsum zu sein?

Die Familie

Sie macht uns manchmal schwer zu schaffen. Weil wir uns so eng sind, neigen wir dazu kein Blatt vor den Mund zu nehmen und in aller Ehrlichkeit alles herauszuposaunen, was uns gerade nicht passt. Oder noch schlimmer, das nicht zu tun aber unterschwellig zu leiden und Griesgram aufzubauen. Doch in diesen Zeiten merken wir wie wertvoll unsere Familie doch ist, denn mit ihr dürfen wir noch uneingeschränkt eng sein. Umso bedauerlicher sind die Menschen, die keine Familie um sich herum haben, oder Alleinerziehend sind und sogar weiter arbeiten müssen – ohne adäquate Kinderbetreuung.
Sich wert zu schätzen ist oft leichter gesagt als getan. Wir wachsen nicht wirklich in eine Welt hinein, die es gewohnt ist, wertschätzend miteinander umzugehen. Wer nun mehr Zeit hat, oder mehr Konflikten ausgesetzt ist, kann mit der „gewaltfreien Kommunikation“ wahre Wunder erleben. Dieses kleine Interview zum Thema gewaltfreie Kommunikation mit Kindern macht Lust darauf sich mehr damit zu beschäftigen und herauszufinden, wie diese Form der Kommunikation das Zeug zum Weltfrieden hat.

Die Bedeutung der Ausländer

Die AfD wird in diesen Tagen ganz, ganz klein, denn immer mehr kommt auf den Tisch, wie wichtig all die Ausländer eigentlich für unser Land sind. Keine Erdbeeren, kein Spargel, keine Betreuung unserer Alten und Kranken. Jetzt wird endlich deutlich, welche Bereiche in unserem reichen Land alle von billigen ausländischen Arbeitern abhängig sind.
Auch wird deutlich, dass unsere Lebensmittel, so billig wie sie sind, nur mit schlecht bezahlten Hilfskräften möglich sind. Nicht nur werden die Umweltschäden nicht eingepreist, auch faire Löhne sind damit nicht möglich. Müssen Lebensmittel teurer werden? Und müssen wir uns mehr über all die Menschen freuen, die bei uns arbeiten wollen?

Das Gesundheitssystem

Weiter kommt auf den Tisch, wie ausgemergelt und unterbezahlt unsere Pflege- und Gesundheitskräfte sind. Die Engpässe, die schon seit Jahren angeprangert werden, bekommen nun eine besondere Brisanz. Dies ist die Chance, die Wertschätzung dieser Berufe deutlich zu erhöhen, mehr Personal aufzubauen. Gerade Flüchtlinge freuen sich über einen sicheren Arbeitsplatz in unserem Lande. Es gibt bereits einige Integrationsprogramme, die Flüchtlinge für Pflegeberufe auszubilden. Können damit zwei Krisen mit einer Klappe geschlagen werden?

Ein zweiter Aspekt wohnt dem inne. Gerade wird deutlich wie viele Menschen eigentlich auf Pflege angewiesen sind, auf Tabletten auf gesundheitliche Unterstützung. Nicht jeder kann etwas dafür, aber die meisten, so muss ich es leider sagen, schon. Die meisten Kranken leiden bei uns an Wohlstandskrankheiten oder an Krankheiten, die auf unsere ungesunden Lebensbedingungen zurückzuführen sind. Ist es Zeit, dass wir wieder mehr Verantwortung für unseren Körper und unsere Gesundheit übernehmen und uns nicht nur auf die Krankenkasse verlassen, die am Ende alle Symptombehandlungen bezahlt?

Dazu gehören auch Krankheiten, die gerade eine Hauptrisikoruppe darstellen, nämlich solche mit Atemwegserkrankungen. Schön mal in der Stadt tief eingeatmet? Keine gute Idee! Wäre es nicht solidarisch, das Autofahren stark zu drosseln, um die gefährdeten unter uns zu schützen?

Unabhängigkeit

Um nochmal aufs Klopapier zurückzukommen. Es ist ja schon verrückt, die Sache mit dem Klopapier. Aber auch hier bietet die Situation enormes Potential. Wir schmunzeln immer, weil wir schon seit Jahren keines mehr verwenden. Für viele ist diese „Notlage“ die große Gelegenheit sich unabhängig von Wegwerfartikeln zu machen und zum Beispiel auf eine Hygienebrause umzusteigen.
Überhaupt können wir die Situation nutzen, um zu verstehen, was gemeint ist, wenn wir immer von verschwendeten Ressourcen und möglichen Engpässen sprechen. Spätestens jetzt wird klar, wie wichtig unser Gesundheitssystem ist und dass es gut versorgt ist mit Ressourcen. Wollen wir unser Material wirklich weiterhin so achtlos verschwenden anstatt es für die wirklich wichtigen Bereiche aufzusparen?
Unabhängig ist meine Familie bereits auch in einem anderen Punkt: Lebensmittel. Nicht weil wir selber welche verkaufen, nein, weil wir uns regional und saisonal ernähren. Heute kam die Mitteilung unseres Gewürzlieferanten: „Kreuzkümmel gibt es erstmal nicht. Wegen Corona.“. Dieses Gewürz ist zwar lecker, aber dennoch relativ unbedeutend, wenn wir betrachten, was wir alles importieren. Wir dürfen gespannt sein, was in den nächsten Wochen sonst noch alles knapp werden wird. Achtung kein Grund zu hamstern. Aber eine Chance, sich mal mit unseren regionalen Erzeugnissen auseiandner zusetzten. Bei mir war das ein langsamer und sanfter Prozess und deshalb vermisse ich nichts. Aber auch deshalb, weil es ein bewusster und freiwilliger Prozess war. Wir haben die Wahl – noch.

Das richtige Maß

Bei aller Vorsicht, wird bei unserer Krisenbewältigung mit zweierlei Maß gemessen. Dieser kleine Ausschnitt aus einer Podiumsdiskussion mit Richard David Precht zeigt einen interessanten Zusammenhang auf. Wieso machen wir uns so große Sorgen über eine verhältnismäßig harmlose Sache wie Corona und so wenig Sorgen um die deutlich katastrophalere Krise, die dem Klimawandel folgen wird?
Soziologisch ist das wahrscheinlich leicht zu erklären. Es dabei zu belassen wäre jedoch traurig. Unsere große Chance etwas aus dieser Situation mitzunehmen ist, dass wir sehr wohl in der Lage sind, deutlich größere Anstrengungen zu unternehmen und deutlich mehr Geld in die Hand zu nehmen, als wir es bis dato tun, um existenzbedrohende Krisen abzuwenden. Und dass ist die Klimakrise eben sogar deutlich eher als die Coronakrise.

Auch positiv ist zu sehen, dass die Coronakrise, schon fast die zwangsweise Einführung der notwenigen Klimamaßnahmen mit sich bringt. Wann habt ihr das letzte Mal einen Himmel ohne Kondensstreifen gesehen? Normalerweise ist der Himmel über uns rappel voll von Flugzeugen. Jetzt ist er leer. Auf der ganzen Welt stehen die Flieger still. Das ist ein großartiger Gewinn, für unsere Klimabilanz. Ich würde wirklich gerne vergleichende Zahlen zu unserem CO2 Ausstoß und unserem Ressourcenverbrauch vor und während der Pandemie sehen. Ich nehme an, dass wir trotz des ganzen Gesundheitsbedarfs positiv wegkommen.
Eine Bekannte teilte mir heute, natürlich aus 2 Meter Abstand, mit, dass sie seit vielen Jahren schon jeden Morgen gegen vier Uhr wach wird, weil der Fluglärm sie weckt. Jetzt kann sie ausschlafen.

Natürlich ist es toll in ferne Länder oder ins Warme zu fliegen. Aber sollten wir das nicht wirklich eine Zeit lang sein lassen, um all die Menschen, Tiere und Pflanzen zu schützen, die jetzt schon unter dem Klimawandel leiden oder deshalb sterben? Menschen die auf Grund von extremen Hitzeperioden sterben, sterben letztlich auch am Klimawandel. Im Rekordsommer 2003 betrug die Zahl der geschätzten Hitzetodesfälle in Europa 70.000. Hoffen wir mal, das Corona das nicht überbietet.
Können wir aus der Situation lernen, dass man auch gut mal einen Flug ausfallen lassen kann und vielleicht sogar mehr Entspannung bekommt?

Nochmal. Ich bedauere jeden der einen schweren Coronaverlauf erleidet oder gar Angehörige oder Freunde daran verliert und wünsche mir das ganz bestimmt nicht für mich selbst. Und doch habe ich den Eindruck, dass wir Corona verdient haben. Es ist wie die Heuschreckenplage, die uns wachrütteln soll. Die uns sagen will: Leute, ihr benehmt euch hier wie verflucht aufmüpfige Teenager, die öffentliche Güter kaputttreten oder ihre Kippen auf den Boden schmeißen. Wir benehmen uns seit Jahrhunderten total daneben. Das ist bisher nicht so aufgefallen, weil die Erde so groß ist und wir so wenige waren und unsere Kraft so beschränkt. Aber wir sind nicht mehr so wenige und unsere Zerstörungskraft ist grenzenlos. Ist Corona also vielleicht der Weckruf den wir brauchen, um mal wieder zu Verstand zu kommen? Ist es Zeit die evolutionäre Pubertät zu verlassen und erwachsen und vernünftig zu werden? Und wenn ihr euch jetzt noch anhören möchtet, wie so eine erwachsene Welt aussehen kann, dann schaut euch dieses grandiose Interview an. Danke an Tilo Jung und Christian Felber. Die Zeit dazu werdet ihr bestimmt finden 😉

Ich wünsche uns allen, dass wir genau diese Chance der Krise nutzen, um uns wahrhaft solidarisch zu verhalten, jeden Tag und nicht nur ein paar Wochen lang.

Und für alle, die gerade noch nicht mal Zeit haben, solche Artikel zu lesen: Der große Dank von uns allen geht genau an euch, die ihr in dieser Krise so viel mehr arbeitet, ein besonderes Risiko auf euch nehmt und den Laden so gut es geht am Laufen haltet!

7 Kommentare

  • Petra Esser

    Hallo, es ist immer wieder schön zu lesen. Dies sind auch meine Träume und Wünsche für diese Welt. Der momentane Stillstand ist ein Segen für die Natur, nur ich glaube der normale Wahnsinn wird wieder kommen. Es werden die Gelder für den Klimaschutz gestrichen, weil ja die Wirtschaftskrise lauert und Corona uns in die wirtschaftliche Krise gezwungen hat. Es muss erst richtig schlimm werden, damit der Mensch es versteht was sein Handeln bewirkt, ob er es dann umsetzt, ist wieder eine andere Frage. Es tun immer noch zu wenig Menschen etwas für den Umweltschutz. Es wird oft nur geredet und im Privatleben hört für viele der Umweltschutz auf. Ich versuche nicht die Hoffnung aufzugeben, aber ich habe leider meine Bedenken und diese lassen mich zweifeln. Alles liebe und Gute, Petra

    • Olga

      Von solchen Gedanken bin ich nicht frei und habe auch hin und wieder ganz schwierige Tage deshalb. Und dann tue ich alles was ich tun kann und mehr habe ich nicht in der Hand. Und der Rest soll dann wohl so sein. Das entspannt mich dann zumindest.

  • Julia

    Liebe Olga,du triffst die Sache (mal wieder) auf den Punkt! Ich bin dir so dankbar für dieses deutliche Statement. Viele deiner Gedanken habe ich in den letzten Tagen auch gehabt. Doch wir sind auch privilegiert, das dürfen wir nicht vergessen. Denn auch ich kann arbeiten, wir haben einen Bioladen und Garten, somit sind wir bestens versorgt und können die Kurzarbeit meines Partners auffangen. Natürlich hilft es, sich bereits vorher bewusst eingeschränkt zu haben. Doch was ist mit den Menschen, die schon vor der Krise am Existenzminimum lebten?! Da kann es jetzt verdammt eng werden. Diese Ängste möchte ich nicht ausstehen müssen.
    Ich vertraue trotzdem auf die große Chance der Krise!
    Liebe Grüße
    Julia

    • Olga

      Ich schreibe aus einer sehr priviligierten Perspektive. All mein Handeln ist darauf ausgerichtet, diese Privilegien zu schmälern, und mehr Gleichheit zu erreichen.
      Und fällt hier mal die Decke auf den Kopf und dann gehen wir in den Garten und Grillen. Aber was ist mit all denen, die kein Haus, keinen Garten, keinen Schrebergarten haben?! Die dürfen noch nicht mal mehr mit der Familie im Park picknicken! Die armen Schweine, die ihr Leben auf einem ressourcenschondenden kleinen Fuss leben, aber nun eben noch nicht mal mehr auf der Wiese ihr Brot auspacken dürfen. Das geht für mich am Ziel vorbei.
      Aber das kommt hoffentlich bald auch ganz oben an.

  • Katrina

    Treffen sich zwei Planeten. Sagt der eine zum anderen: „Was hast du, du siehst schlecht aus!“ Antwortet der andere: „Mir geht’s auch nicht gut. Ich habe Homo Sapiens.“ Der erste: „Oh, das ist wirklich hart. Aber lass dir am besten Corona verschreiben, das wird dir helfen!“

  • Julia Schreck

    Man kann es nicht besser in Worte fassen! Ich bin genau der selben Meinung! Das gute bei uns ist, dass wir in einem Dorf leben und wir es so wirklich nicht als schädlich betrachten, mehr daheim zu sein. Wir sind gern daheim. Seit gestern bin ich auch tageweise freigestellt und habe nun mal wieder Zeit, Klamotten zu flicken, Ostergeschenke zu basteln oder meinen eigenen Blog auf Vordermann zu bringen.
    Das mit der Ruhe durch weniger Verkehr bemerkt man bei uns auch. Wir haben die Bundesstraße B8 in der direkten Nachbarschaft und seit einigen Tagen fahren hier nurnoch vereinzelt mal Autos durch. Man hört mehr die Vögel. Bei uns sieht man jetzt auch Kinder, die mal mit dem Opa auf dem Traktor mitfahren und bei der Landwirtschaft helfen.
    Familen machen gemeinsam Spaziergänge. Kinde bemalen die Straßen mit Straßenmalkreide oder toben im Garten auf Rutschen und Schaukeln.
    Es ist, als wäre (für die meisten unfreiwillig) eine Welt im Anmarsch, die wir uns insgeheim alle wünschen. Deshalb bin ich aktuell auch irgendwie besonders gut gelaunt. 🙂 Wir geben die Hoffnung nicht auf!

    Liebe Grüße aus dem sonnigen Franken,
    Julia

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